Dienstag, 16. August 2011

Wir sind voll die Mimosen

Also Russen sind echt härter im nehmen. Wir waren hier im Ural in wirklich schönen Feriengebieten. Da sind wir am Fuß der Berge auf einer Ferienanlage gelandet, die wir für verlassen gehalten haben. Aber es war doch noch jemand da, der 10 € haben wollte. Ok. Dachten wir, dafür können wir einen Tag mal ausspannen ohne erst Schlafplatz suchen ...

Dann hatten wir es schon fast bereut, weil wirklich alles kaputt war in der Anlage und noch viel schlimmer: der See war umgekippt. Hausis werden sich erinnern, in Rogowo ist das auch mal passiert. Richtig blaugrüne Pampe und nach unserer Meinung konnte man da wirklich nicht ohne Vollschutz (inclusive Gasmaske) reingehen. Russen können das. Mit Elan. Unglaublich.

Genau, wie sie auch mit wachsender Begeisterung inmitten von Mückeninvasionen auf dem Steg sitzen können. Wir feigen Mimosen haben uns ins Auto verkrochen, alle Löcher zugestopft und mit Unglauben zugeguckt. Hat uns aber keiner Übel genommen. Wir haben trotzdem am nächsten Morgen zum Frühstück Wodka angeboten bekommen. Den haben wir dann auch abgelehnt und dann sind wir uns echt wie die Weichwürste vorgekommen.
Aber der Ural ist wirklich schön. Besonders hier im Naturschutzgebiet Zjuratkul. Vor Bären wird hier gewarnt. Aber bisher haben wir nur Blaubeeren und Himbeeren gesehen. Wanderwege gibt allerdings auch nur im Naturschutzgebiet. Und die verlangten auch wieder russische Härte:



Sonst sind die Dörfer sind zu weit auseinander. Es gibt auch außer der großen Autostraße nur Abzweige zu den vielen Seen und Bächen. Die Russen sind eben Angler. Müssen sie auch, weil Fisch kostet hier 40€/kg. Aber das Uwi hat trotzdem einen bekommen. Weil wenn er angeln würde, könnte ich ja lange warten.

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