Dienstag, 18. September 2018

England Südküste

Aus familiären Gründen schreib ich meinen Südenglandblog etwas verspätet.

Zuerst sind wir die Themse entlang gefahren, bis ca. 10 km vor Avebury. Diese 10km waren die längsten und gleichzeitig die schönsten Kilometer von England.
Zuerst sind wir wohl aus Marlborough falsch herausgefahren. Das ist kein Wunder, denn die Verkehrsplaner lassen mitten durch dieses hübsche Städtchen (Größe ca. wie Rheinsberg) eine Schnellstraße und eine Autobahnfahren. Der Verkehr fließt bzw. staut einspurig direkt vor den Häusern.
In die Irre geleitet, mussten wir einem Bridleweg suchen, den uns auch auf Nachfragen vor Ort keiner zeigen konnte. OSM sei Dank haben wir ihn doch gefunden und sind dann auf den „Fahrradweg“ gekommen. Der war ein Schotterpfad bergauf, bergab durch das Fyfield Down National Nature Reserve. Fahren war da nicht, nur Schieben, immer mal einen Weidezaun öffnen – aber die Landschaft war wirklich zum Meditieren.
Wir waren dann selber überrascht, dass wir doch in Avebury ankamen. Dort ist ein ganzeskleines Dorf mit Kirche, Schlosspark und Pup mitten in einem großen Steinkreis. Jetzt war aber schon Nachmittag, eigentlich wollten wir da schon in Stonehenge sein und ziemlich k.o. waren wir auch.
Um 20:00 Uhr am Parkplatz in Stonehenge angekommen waren schon alle Schranken zu. Die Autofahrer, die zeitgleich mit uns ankamen waren sehr enttäuscht. Aber wir wurden von der Security heran gewinkt und konnten durchfahren. Später haben wir auf den Zutrittsschild gelesen, dass Radfahrer und Fußgänger zu jeder Zeit kostenlosen Zutritt haben.
So waren wir abends mit den restlichen Wanderern und der Security allein am Steinkreis und haben dann auch in Sichtweite hinter einer Schafweide unser Zelt aufgestellt. Das war natürlich eine schöne Belohnung für die Anstrengung.
Später haben wir noch die schöne Südküste abgeradelt. Die Berge gingen so (nur die „seven sisters" sind böse). Die Städte sind sehr hübsch, die Strände leer (alle gehen nur in die Spaßbäder mit Pool).
Es gab auch ein paar mehr Radwanderer – aber auch nur ca. 8 Leute in 14 Tagen.
Normale Radfahrer sind auch dort so selten, dass sie sich alle gegenseitig grüßen – also auch die Radfahrer ohne Gepäck. Das muss man sich mal für Deutschland vorstellen.
Und so werden wir auch dort von den Einheimischen als nette, ulkige Wesen wahrgenommen. Eine kleine ältere Dame zum Beispiel kam direkt auf uns zu und sagte: „I hope, you will have a lovely time, where ever you go.“. Ist das nicht nett? Das geb ich mal so an alle weiter.

Samstag, 28. Juli 2018

Also London ...

Na, zuerst mal zum Fahrradfahren: Das war viel einfacher als beführchtet. Die Stadt ja sechs Schnellradwege. Von Nord nach Süd, von Ost nach West ... Dort sind die Fahrradfahrer nicht immer von den Autos getrennt. Aber sie haben meist eine blaue Markierung. So weiß der Fahrradfahrer, wo er lang muss und der Autofahrer weiß, dass er dort mit Radfahrern rechnen muss. Das ging ziemlich gut. Aber für die folgenden Tage, hab ich trotzdem auf's Radfahren verzichtet 😊

Am Schönsten war es in Coventgarden. Das ist ein bisschen wie Kreuzberg. Dann geht man weiter über Picadilli. Da gibt es Alles!!! Sogar ein M&M Kaufhaus mit 4 Etagen und Strassenkünstlern. Mit dem HopOn-HopOff Ticket kann man per Schiff bis Greenwich fahren. Tower und Windsor nicht vergessen. Da haben wir von den kostenlosen Museen nicht mal die Hälfte geschafft.

Das Wichtigste, was man also über London wissen muss, ist, dass man mindestens sechs Nächte einplanen sollte. Alles andere macht nur Stress. Wir haben tatsächlich in Windsor einen Bus Chinesen gesehen, die aus dem Bus gesprungen sind. Der Bus fuhr langsam weiter wegen dem Halteverbot. Die Chinesen machten ein Foto und rannten ihrem Bus hinterher.

Was ich sehr bemerkenswert finde, ist die mit Höflichkeit gepaart Renitenz der Engländer. Sie werden Regeln immer befolgen, wenn man sonst jemanden belästigt. So fährt der Engländer auf dem hupppeligen Radweg, um keine Fußgänger zu stören. Er  (sie - ältere Dame) steht aber nicht auf, wenn sie darauf aufmerksam gemacht wird, dass man auf den Stufen der Kolonade vor der Lloydsbank nicht sitzen dürfe. Und wenn wir wegen fehlendem Fahrradweg auf der Schnellstraße auf dem Bürgersteig fahren, werden wir nie angeschimpft, alle machen schon von weitem Platz.
Mit unserem HopOn-HopOff Ticket hätten wir wahrscheinlich drei Wochen fahren können. Das war denen jedesmal peinlich das zu kontrollieren. Meilen, Yards und LinksVerkehr gibt es auch wegen Renitenz. Wie jetzt diese KeepOut-Schilder mit den freundlichen Menschen zusammenpassen, denen wir immer begegnen, hab ich noch nicht herausgefunden.

Dienstag, 24. Juli 2018

Nicht alle Briten waren für England

 
Das hat uns als erstes gewundert – überall nur englische Fahnen. Die kannte ich bis dahin gar nicht.
Dann haben wir gelernt: die Fußballverbände von England, Wales, Nordirland und Schottland sind eigenständig und spielen untereinander erst mal aus, wer zu WM darf. Ja schön und gut, muss man das dann trotzdem so raushängen lassen und nur englische Fahnen hissen? Naja, aber ich habe ihnen nun verziehen, weil sie sonst sehr, sehr nett sind.

Wie waren ja zuerst im Osten Englands. Da fahren offensichtlich nie Fernradfahrer lang. Wir haben in 3 Wochen 2 gesehen. Viele Anwohner noch nie einen. Sie finden uns total komisch und müssen sich das Lachen verbeißen. Trotzdem wurden wir noch nie so oft angesprochen. Die Häuser sind ja hier putzelig klein und viele Britten definieren sich über ihr Auto. So viele Bentley, Jagua, teure Offroader hab ich in meinem Leben nicht gesehen. Und Leute, die mit dem Fahrrad Urlaub machen, müssen scheinbar ganz arm sein. Trotzdem wurden wir so oft angesprochen – das ist doch super sympathisch.

Da hier niemand Fahrrad fährt, gibt es auch wenige Fahrradwege. Da die Briten aber tatsächlich sehr höflich und auf dem Lande auch ziemlich entspannt sind, ist das kein Problem. Schwierig war nur immer Abends, den Weg für den nächsten Tag vorzubereiten. Ich saß dann mit meiner Autokarte da und hab versucht, einen Weg in die nächste Stadt zu finden. Das war so ähnlich, wie diese Labyrinth-Rätsel in der Zeitung. Manche Städte, kann man gar nicht erreichen. Sie haben einen Stern von 6 Autobahnen, die in die Stadt führen und keine Landstraße.

Da die Autobahnen natürlich ein Netz sind, muss man sie zumindest oft überqueren. In einer Stadt ist das einfach, da wird die Autobahn zur normalen Straße. Wenn sie aber nur ein Dorf durchquert muss man hoffen, dass es für die Fußgänger eine Mittelinsel gibt – ist meistens so. Und dann gibt es noch Autobahnen mit begleitendem Radweg. Der ist ca. 80cm breit – es darf also keiner entgegenkommen. Und da niemand (außer uns) den Radweg benutzt, ist er zugewachsen und man muss aufpassen, dass einem die Zweige nicht in Gesicht schlagen. Dafür bekommen die Autofahrer auch Hinweisschilder, dass sie nicht auf dem Radweg parken sollen.

Das wird an der mehr befahrenen Südküste sicher ganz anders werden. Aber eigentlich ist es doch auch vernünftig, nicht Geld rauszuschmeißen, wo es gar nicht gebraucht wird. Die kleinen Landstädtchen achten mehr darauf, dass es den Leuten gemütlich ist. Kein Dorf in East Angelia ohne Bank! Das bald ein Dorf kommt sieht

man schon an aufgestellten Papierkörben. Öffentliche Toiletten gibt es oft kostenlos – dass hätte ich in Deutschland auch gerne.

Und weggeschmissen wird hier überhaupt nichts, was noch gut ist. Ich hab mal eine Liste gemacht, wofür die alten Telefonhäusschen alles genutzt werden: manche haben noch einen Münzfernsprecher drin, Büchertauschregale, leer, Touristeninfo mit Flyern, Defibrillator, Kapelle. Es gibt bestimmt noch mehr Nutzungen - werde noch weiter schauen ;O)

Montag, 2. Juli 2018

Holland zu Ende Radweg zu Ende

Das ging uns schon auf dem Weg nach Xanten so. Da fuhren wir auch durch ein Stück Holland. 
Auf einmal zweispuriger Radweg. Radfahrer haben Vorfahrt. Auch im Kreisverkehr. Und nicht, das 10m vor dem Kreisverkehr ein Radweg geboren wird, der bei allen 8 Spuren ein Vorfahrbeachtenschild hat und am Ausgang vom Kreisverkehr zu Ende ist.
Rechts und links vom Weg waren schöne Wildblumen extra angesäht - Wegwarte, Kamille, Mohnblumen - nicht nur so kurzgeschnittener Rasen. Und alles natürlich voller Schmetterlinge.
Das ist dann jedes Mal frustrierend, wenn man wieder raus fährt.
Was mir noch gefällt an Holland sind natürlich die Gärten. Jeder hat einen anderen Stil, manche auch sehr praktisch - aber immer mit Geschmack. Da fast alles besiedelt ist, fährt man immer wie durch eine Gartenausstellung mit Menschen drin.
Und das dort keine Berge sind natürlich.
Und die Kirchenglocken. Die spielen immer Melodien. In Nordfrankreich und in England auch. Das ist sehr schön.
Das Einzige, was ich immer doof fand, war Abends einen Schlafplatz zu finden. Das war immer schwierig wegen der dichten Besiedlung.
Aber da haben wir nun Paalkampering entdeckt. Da wird von einer Organisation (Forstwirtschaft, Naturschutzverwaltung ...) ein kleines Terrain zum Wildcampen freigegeben. In der Mitte steht ein Pfahl (Paal) an dem hängt ein Schild mit den Regeln. Z.B es darf 10m rings um den Pfahl gecampt werden, aber max. 3 Tage und nur mit Treckingzelt. Supertoll.
Der letzte hatte sogar eine Wasserpumpe. Müll muss man selber mitnehmen. Das machen wir sonst ja auch.
Also auf nach Holland.

Montag, 25. Juni 2018

Neue Wege, alte Wege




Die ersten zwei Tage sind wir ja den gleichen Weg gefahren, wie letztes Jahr. Das ein sehr schönes Gefühl.
Man fühlt sich irgendwie vertraut und geborgen, erinnert sich an Sachen von der letzten Tour und hat einen schönen Einstieg.

Aber man geht ja nicht auf Reisen um nur immer die bekannten Wege zu fahren. Also wollte ich als Strecke diesmal dem Mittellandkanal ausprobieren.
Es ist ja so, dass es in Deutschland viele Fernradwege von Süd nach Nord führen (oder umgekehrt), aber auf die ganze Nord-Südausrichtung nur zwei Wege ( von Ost nach West (A3 und Ostsee). Da tut sich schon mal die Frage auf, warum das so ist.


Es würde sich schon mal der große Graben zwischen Oschersleben und Hornburg als Radweg eignen. Da geht auch ca. 50km zwischen Höhenzügen eine ebene Verbindung von Betonwegen über Bundesländergrenzen hinweg (bundesländerübergreifend - sehr schwierig). Aber der Mittellandkanal mit 325km plus 55km Elbe-Havel-Kanal und der Havel bis Berlin – das ist doch schon mal eine Hausnummer. Es gibt über die gesamte Länge Servicewege von unterschiedlicher Qualität. Teilweise als Radweg ausgeschildert, teilweise nicht.

Das wäre wirklich ein lohnenswertes Projekt, hier einen durchgehenden Radweg zu schaffen. Am besten auch mit Infrastruktur: Touristeninformationen, Wasserstellen, Campgrounds … In Frankreich gibt es solche Radwege in Mengen und sie werden auch besonders gern von Familien mit Kindern angenommen, da man ohne Autoverkehr fahren kann.

Wie sieht es in Deutschland aus?

Von Berlin bis Brandenburg ist der Havelradweg gut ausgebaut. 
Dann kommt hinter Kirchmöser die Schleuse Wusterwitz. Da führt kein Weg dran vorbei und man muss auf einem Zuckersandweg durch den Wald zur nächsten Straße fahren. Weil das kein Mensch vermutet, hat schon mal ein mitfühlender Radfahrerfreund eine auffällige Kennzeichnung (Klodeckel) beschriftet und an den Zaun gepinnt – war ein bisschen verblasst, haben wir deshalb nachgemalt.

Elbe-Havel-Kanal befährt man südseitig. Der Weg ist gekieselt und hat schöne Rastplätze.
Dann kommt das schöne Wasserkreuz bei Magdeburg und der Mittellandkanal beginnt. Man fährt am besten nordseitig, dann brauch man nicht so viel wechseln, Bänke werden zur Seltenheit aber bis Wolfsburg kommt man gut voran.
In Wolfsburg muss man auf die Südseite. Hat einen superausgebauten Radweg. Man fährt an vielen VW Sachen vorbei. Z.B auch an dem Sicherheitsperkur.
Der ist echt ein Event. Kann ich nur empfehlen, den mal auszuprobieren mit schiefen Ebenen und Wackersteinen. Sah superspannend aus.

Dann kommt irgendwann wieder auf der Nordseite nach Sophiental. Hier sollte man spätestens eine Straße suchen. Was sich die Stadt Peine hier leistet ist wirklich peinlich. Der Weg führt zwischen Brennnesseln und Steilwand über Holpersteine, aber man kann ihn nicht mehr verlassen. Falls man es wirklich schaffen sollte, sein bepacktes Reiserad die steil hochführende Zugänge hochzuschieben, steht man oben vor einer Leitplanke. Da haben sich die Verkehrsleitplaner doch wirklich Mühe gegeben.

In Minden müssen alle auf die Südseite, wegen der neuen Baustelle vom Containerhafen. Vor dort kommt man in den alten Hafen zwischen lauter Wasserwege und wird nicht aufgefangen. Die Stadt gibt sonst viel Mühe mit Radfahrern, aber das jemand aus Richtung Osten in die Stadt kommt, ist nicht vorgesehen (vielleicht mögen sie die Hannoveraner nicht?)

Im weiteren Verlauf gibt es dann Strecken, wo man auch die Seite wechseln soll. Die Zugänge aber so steil sind, dass man das Rad zu zweit schieben muss, während der Dritte (den hatten wir nicht) die Wildschutzgittertür aufhält.
Fast genauso nervig ist aber auch, wenn bei Bad Essen mit Radwegeschildern auf den geschotterten Kanalweg geleitet wird, während eine leere asphaltierte Dorfstrasse 50m parallel läuft.

Hier wäre also dringend ein Gesamtkonzept nötig.

Wir waren jedenfalls froh, als wir wieder unseren Abstechen nach Xanten machen konnten. Hier waren auch wieder bekannte Wege und liebe Menschen, bei denen wir uns verwöhnen lassen konnten, alle Akkus aufladen (und Duschen).

Mittwoch, 16. August 2017

Das schöne Frankreich schon zu Ende



Der Loire-Radweg war natürlich wunderschön. Insgesamt hat der Fahrradtourismus in Frankreich deutlich zugenommen. Besonders war ich erstaunt, dass soviele Familien mit kleinen Kindern unterwegs waren.
Am Loire-Radweg gibt es auch so hübsche kleine Städtchen mit kleinen Pensionen und private kleine Campingplätze. Aber nach den Fahrten durch die Natur hat man ganz oft Abschnitte mitten in starkem Verkehr. Da frag ich mich immer, wie das die Eltern dann mit den kleine Mäusen machen.

Am schönsten find ich immer, wie entspannt die Franzosen sind. So gibt auch super gestylte Grundstücke, modern oder im Landhausstil (das kann man bei den alten Villen natürlich auch superschön machen). 
Aber sie sind nicht solche Immer-noch-mehr-Bauer. Man kann einfach Omas Küchenbufett weiter benutzen. Es erfüllt ja seinen Zweck. Wir haben auch viele Gärten gesehen, die keine Laube hatten. Manchmal nur ein Campingzelt. Dort kann man die Klappstühle reinstellen. Alles andere wird mitgebracht. Am Wochenende ist dann der Garten voll von allen Freunden zum Picknick.

Statt dessen ist viel wichtiger, was es zum Picknick gibt. Was bei uns als Croissant verkauft wird, dürfte in Frankreich kein Bäcker anbieten.

Ja, es ist vieles teurer geworden. Gar nicht mal in den Restaurants. Dort gibt es ein Menü (3 Gänge von 14 - 25€).
Aber in den Discoutern ist es ca. 1/3 teurer als bei uns.
Aber das Schöne sind die kleinen Läden. Im Fischladen gibt es nicht wie in Italien nur rohen Fisch. Es gibt Krabbensalat, gefüllte Tomaten, Pasteten mit Fischsalat - alles selbergemacht.
Und im Fleischer Kartoffelsalat mit Lachs, Geflügelsalat ...
Vom Bäcker gar nicht zu reden.

Am Schönsten aber finde ich die Zuwendung. In Deutschland grüßen sich auch Radfahrer oder Segler. Aber in Frankreich grüssen sich alle in Orten unter 40.000 Einwohner. 
Ich vermisse es.

Dienstag, 25. Juli 2017

Das bretonische Stonehenge


Also es gibt keinen Kreis, wo noch oben Quersteine liegen. Dafür sind die Steinmäler bei Carnac noch älter als die in England. Nämlich von 5.000 bis 3.500 vor Chistus.
Angeblich gibt es auch Kreise, Dreiecke, Vierecke und Ovale. Für mich sah es aber so aus, als hätten sie auf die 4km Länge in 7 Reihen die ca. 10.000 Steinblöcke (Hinkelsteine) aufgereiht. 
Da haben sich die Leute sicher eine ganze Weile mit beschäftigen können.
Zumal bei dieser Menge lagen die Steine ja nicht alle vor Ort.
Ein Riese auf der Halbinsel Locmariaquer war 20m hoch (umgefallen) und stammt nachweislich aus einem Steinbruch von 10km Entfernung. Holzrollen kann man für dem Transport gar nicht nehmen. Bei dem Gewicht würde Holz zerquetscht werden.
Dann gibt es noch jede Menge Dolmen (Hühnengräber). Sogar mit eingemeisseltem Muster. Für uns heute sehr beeindruckend - vor 100 Jahren haben die Dorfbewohner einfach ihre Häuser dazwischen gebaut, sieht witzig aus.

Ansonsten kann ich die Kanalwege sehr, sehr loben. Man kann von Nantes nach Sant Malo, nach Brest oder nach Qiemper fahren bzw alle Kombinationen. Hier gibt er Wanderer (Pilgerweg), Radfahrer, Kanuten, Motorkajütboote und Wohnmobile. 

Deshalb haben alle Städchen und Dörfer einen Rastplatz mit Hafen und Womo-Stellplatz. Dort ist immer eine Toilette, ein Trinkwasserhahn, Picknickbänke und Papierkörbe, oft auch eine Wetterschutzhütte und manchmal sogar eine Dusche.

Für Strom sollte man einen Womoadapter dabei haben. Dann kann man im Hafen klauen.

Von den Touristeninfos bekommt man eine Karte, wo drin steht, welchen Service jede Stadt anbietet. Aber an der Wegkreuzung stehen auch oft Schilder, wo eine Apotheke ist oder eine Fahrradwerkstatt.

Sehr, sehr schön.